„Ein toller Abschluss“ – 29:21-Sieg gegen Vikings

Was für ein Handballfest zum Saisonabschluss! Der VfL Lübeck-Schwartau feierte vor 2004 Zuschauern in der Hansehalle einen ungefährdeten 29:21-Erfolg gegen den HC Rhein Vikings und sicherte sich damit den dritten Tabellenplatz. „Wir haben noch einmal alles rausgeholt, einfach eine klasse Leistung, ein verdienter Sieg und ein toller Abschluss einer starken Saison“, freute sich Torge Greve.

Das Saisonfinale, präsentiert von der VIACTIV Krankenkasse, gegen die Rhein Vikings wurde schon vor dem Spiel feierlich. Die VIACTIV Krankenkasse wurde kurz vor dem Anwurf als neuer Hauptsponsor vorgestellt, zudem sang die gesamte Hansehalle ein Ständchen für Geschäftsführer Michael Friedrichs, der seinen 49. Geburtstag feierte.

Trainer Torge Greve musste im letzten Spiel der Saison ohne drei Leistungsträger auskommen. Neben den langzeitverletzten Markus Hansen und Toni Podpolinski musste auch Fynn Ranke krankheitsbedingt passen. In der aufgeheizten Halle erwischten die Gäste aus Düsseldorf den besseren Start. Thomas Bahn traf zum 4:2 für die Vikings, doch nur zwei Minuten später waren die Lübecker zurück – Thees Glabisch besorgte den 4:4 Ausgleich per Siebenmeter (8.).

Klockmann wird früh zum Matchwinner

Jetzt hatten die Schwartauer ihren Rhythmus gefunden, standen in der Abwehr kompakt und konnten sich immer wieder auf den starken Dennis Klockmann im Tor verlassen. Acht Minuten lang blieben die Vikings ohne Treffer. Der VfL zog auf 7:4 weg, erst in der 15. Minute konnten die Gäste Klockmann wieder überwinden. Julian Lauenroth, in seinem Abschiedsspiel besonders motiviert, per Doppelpack und Thees Glabisch bauten die Führung weiter aus – 10:5 in der 17. Minute. Garant für die Fünf-Tore-Führung war einmal mehr Dennis Klockmann, der nach 20 Minuten schon zehn Paraden auf dem Konto hatte – eine sensationelle Quote von 67% gehaltener Würfe.

Der VfL präsentierte sich spielstark und fand offensiv immer wieder gute Lösungen. Hinten parierte immer wieder Klockmann, der mit einem Traumpass dann auch noch das 13:6 von Julian Lauenroth einläutete (27.). Jasper Bruhn erhöhte wenig später zum 14:6 Pausenstand. Mit 15 Paraden und 71% gehaltener Bälle war Dennis Klockmann der Spieler der ersten Halbzeit.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs nahm sich der 35-Jährige dann eine Auszeit, Marino Mallwitz begann im Tor der blauen Tiger. Und auch Mallwitz war direkt mit einer sehenswerten Parade zur Stelle (33.). Der Acht-Tore-Vorsprung blieb bestehen, Jasper Bruhn traf nach einem Ballgewinn in der Abwehr zum 16:8 ins leere Tor der Düsseldorfer (39.).

„Das Tempo etwas verloren“

Die Vikings stellten nun auf eine offensive 5-1-Deckung um und stellten die Schwartauer nun vor größere Probleme. Thomas Bahn verkürzte zum 17:11 (42.). Es blieb dabei: Der Spielfluss der ersten Hälfte fehlte und die Vikings kamen Schritt für Schritt näher ran. Der Vorsprung schmolz auf vier Tore, Dennis Aust verkürzte zum 20:16 (48.). „Da ist uns das Tempo etwas verloren gegangen, aber wir sind nie in Gefahr geraten, das Spiel noch aus der Hand zu geben“, so Greve.

Es war so etwas wie ein Weckruf für das Greve-Team. Schnell hatte der VfL das Geschehen wieder im Griff und baute den Vorsprung wieder aus – Jan Schult feuerte den Ball zum 24:18 ins Netz (53.), Tim Claasen erhöhte auf 26:19 und nach dem 27:19 von Basti Damm war das Spiel endgültig entschieden.

„Das war einfach geil“

Nach dem Schlusspfiff begannen die Feierlichkeiten, der VfL tanzte auf dem Spielfeld und ließ sich von den Fans feiern. Emotional wurde es dann noch einmal bei der Verabschiedung von Julian Lauenroth, Christoph Schlichting und Rikard Akerman. Unter tosendem Applaus kullerten bei den Spielern sogar die eine oder andere Träne. „Das war einfach geil“, sagte ein ergriffener Rikard Akerman. „Das war der perfekte Abschied für mich. Jetzt wollen wir zusammen feiern“, so der Schwede, der in seine Heimat zurückkehrt und seine Karriere als Profi-Handballer beendet. Auch Julian Lauenroth wird zukünftig nicht mehr als Spieler aktiv sein, der 26-jährige Medizin-Student bleibt dem Handball aber als Schiedsrichter erhalten. Christoph Schlichting wird seine Laufbahn bei der HSG Ostsee in der 3. Liga fortsetzen. „Ein rundum gelungener Abend“, freute sich auch Torge Greve. „Die Jungs haben einen gebührenden Abschied bekommen.“

 

 

 

 

2018-06-03T12:20:52+00:00 Samstag, 2. Juni 2018|