Lange Reise zum Topspiel

Nach zwei spielfreien Wochen steht am Freitag der 30. Spieltag der 2. Bundesliga auf dem Programm. Der VfL Lübeck-Schwartau tritt für ihr Auswärtsspiel eine 570 Kilometer lange Reise an. Über Kassel geht es nach Würzburg – dort trifft das Team von Trainer Torge Greve auf die Rimpar Wölfe.

Es ist alles andere als ein normales Auswärtsspiel für die blauen Tiger. Bereits am Donnerstag stiegen die VfL-Profis in den Bus, nach einer Übernachtung in Kassel geht es am Freitag weiter. „Bisher haben wir auswärts gegen Rimpar immer schlecht ausgesehen. Da spielt natürlich auch die lange Anreise eine Rolle“, weiß Torge Greve, der am Freitag auf einen Auswärtssieg hofft. „Wir wollen den dritten Platz verteidigen und den Druck auf Bietigheim hochhalten.“

Offene Rechnung

Gegen die Wölfe hat der VfL ohnehin noch eine Rechnung offen. Als bisher einzige Mannschaft konnte Rimpar in dieser Saison aus der Hansehalle einen Sieg entführen. „Das ist eine sehr gefährliche Mannschaft. Sie haben einen sehr starken Rückraum und mit Patrick Schmidt einen torgefährlichen Spielmacher.“

Der Tabellenfünfte präsentierte sich zuletzt in bestechender Form. In den vergangenen fünf Spielen feierte Rimpar vier Siege. Vier Punkte beträgt der Vorsprung der Schwartauer auf den kommenden Gegner. „Rimpar muss gegen uns gewinnen, wenn sie noch einmal oben angreifen wollen“, weiß Greve, „aber wir wollen uns für die lange Auswärtsfahrt mit einem Sieg belohnen.“

Entscheidend für Greve wird sein, „welche Mannschaft die Pause besser verkraftet hat und den Rhythmus schneller wieder aufnehmen kann.“ In der zweiwöchigen Pause konnten die Spieler in ein paar freien Tagen neue Kräfte für den Saisonendspurt sammeln. „Es war schon wichtig, dass man mal ein wenig durchschnaufen konnte. In dieser Woche haben wir die Intensität dann wieder deutlich erhöht“, so Greve. Einzig Pawel Genda war keine Pause vergönnt. Der Pole spielte mit der Nationalmannschaft zweimal gegen Tschechien. Für den VfL-Coach ist das aber kein Nachteil. „Er hat dort gute Leistungen abgeliefert, hat Selbstvertrauen getankt und ist gesund zurückgekehrt. Ich freue mich für ihn.“

Verletzungssorgen

Personell muss Torge Greve einige verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren. Bei der Abfahrt am Donnerstag fehlten mit Toni Podpolinski (Bluterguss im Knie), Markus Hansen (Patellasehnenprobleme) und Fynn Ranke (Rückenprobleme) gleich drei Spieler.

In Rimpar wartet ein heißer Kampf. im Vorjahr ging es mit einer knappen 28:27-Niderlage zurück nach Lübeck. Für die lange Rückreise am Freitag ist das Ziel klar: Ein Auswärtssieg soll ins Gepäck.

 

 

 

2018-04-12T20:28:31+00:00 Donnerstag, 12. April 2018|