Unglückliche Niederlage in Rimpar

Der VfL Lübeck-Schwartau kann in Rimpar einfach nicht gewinnen. Bei den Wölfen unterlag der VfL knapp mit 24:23 (13:12). Am Ende belohnten sich die Lübecker nicht für eine tolle Aufholjagd. „Das ist einfach bitter, wir haben ein gutes Spiel gemacht und fahren am Ende mit leeren Händen nach Hause“, ärgerte sich Torge Greve.

Freitag der 13. – für viele ein Unglückstag. Und auch für den VfL waren die Vorzeichen vor dem Topspiel an diesem Tag mehr als unglücklich. Trotz der Anreise am Donnerstag steckten die Schwartauer im Stau fest und waren erst eine Stunde vor dem Anpfiff in Würzburg. Doch auch die für die Partie vorgesehenen Schiedsrichter kamen nicht durch den Verkehr. Spontan musste Ersatz aus der Nachbarschaft her – Thomas Horath und Timo Hoffmann aus Bamberg sprangen ein, das Spiel begann mit einer viertelstündigen Verspätung.

Gute erste Halbzeit

Doch das Greve-Team fand gut in die Partie, war sofort auf Temperatur und führte schnell mit 2:0 (3.). Fortan blieben die Lübecker stets mit zwei Toren vorne, verpassten es trotz zahlreicher Möglichkeiten aber, einen größeren Vorsprung herauszuspielen. „Bei der ersten und zweiten Welle haben wir sechs, siebenmal den Ball verloren“, haderte Greve. „Wir hätten uns einen deutlicheren Vorsprung herausspielen müssen.“ In der Schlussphase der ersten Hälfte schlug Rimpar aus diesen Fehlern dann Kapital und ging schließlich mit einer 13:12-Führung in die Pause. „Wir waren die bessere Mannschaft, haben ein gutes Spiel abgeliefert und liegen zur Halbzeit hinten. Das war schon sehr ärgerlich“, so der Trainer.

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Gastgeber dann sogar absetzen. Der VfL scheiterte immer wieder an Wölfe-Keeper Brustmann und auch die sonst so stabile Abwehr war in dieser Phase zu löchrig. Nach 37 Minuten führte Rimpar mit 17:13. Nach 45 Minuten waren es sogar fünf Tore Rückstand für die Schwartauer (21:16).

Tolle Aufholjagd

Dann nahm Greve entscheidende Änderungen vor. Marino Mallwitz hütete jetzt das Tor und in der Abwehr spielten die blauen Tiger jetzt eine 5:1-Deckung. Die Folge: Der VfL kämpfte sich wieder ran. Als Metzner zum 22:20 traf (52.), war die Partie wieder offen. „Marino und Antonio haben heute ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Greve. Jan Schult erzielte knapp drei Minuten vor dem Ende schließlich den 24:23-Anschlusstreffer.

Rimpar brachte den Sieg jedoch mit einem über 80 Sekunden andauernden Angriff über die Zeit. „Das war schon sehr unglücklich. Ein wirklich äußerst langer Angriff“, so Greve, der sich aber noch viel mehr über die eigenen Fehler ärgerte. „Hier war heute mehr drin. Wir hatten es vor allem in der ersten Halbzeit selbst in der Hand.

 

2018-04-14T09:06:59+00:00 Samstag, 14. April 2018|