VfL feiert 28:18-Kantersieg

Spitzenspiele liegen dem VfL! Nach dem Überraschungssieg gegen den Zweitligameister schlägt der VfL Lübeck-Schwartau auch den Tabellenzweiten. Dank einer über 60 Minuten konstant starken Leistung war der 28:18-Erfolg gegen die SG BBM Bietigheim zu keinem Zeitpunkt gefährdet. „Ein völlig verdienter Sieg, auch in der Höhe“, freute sich Torge Greve. „Das war eine richtig starke Leistung“.

Das Ziel gegen den Tabellenzweiten war klar: Der dritte Platz sollte verteidigt werden und wie schon gegen den Zweitligameister BHC erwischte der VfL Lübeck-Schwartau einen perfekten Start in die Partie. Besonders Dennis Klockmann zeigte eine starke Anfangsphase, aber auch die Abwehr der Lübecker stand gegen den besten Angriff der Liga sicher. Genda, Akerman, Bruhn und Waschul sorgten für eine 4:1-Führung (7.). „Wir haben wieder gut in die Partie gefunden, hatten eine gute Abwehr und einen starken Torhüter“, so Jasper Bruhn.

Der VfL spielte offensiv sehr variabel und die Abwehr der SG BBM bekam keinen Zugriff. Nach Bruhns Treffer zum 5:2 (9.) zog Trainer Mayerhoffer die erste Auszeit. Die Abwehr der Gäste stand jetzt deutlich besser und auch im Angriff fand Bietigheim jetzt bessere Lösungen. Robin Haller verkürzte zum 6:5 (15.).

„Früh den Zahn gezogen“

Die Gäste schnupperten am Ausgleich, doch einer hatte etwas dagegen: Dennis Klockmann parierte einen Wurf nach dem anderen, hatte nach 22 Minuten bereits sieben Paraden auf dem Konto – 58% parierte Bälle. Bruhn mit einem sehenswerten Dreher von außen, Akerman mit Wucht und Claasen per Siebenmeter bauten die Führung auf 10:5 aus (24.). „Wir haben ihnen früh den Zahn gezogen, das war schon richtig gut“, sagte Bruhn.

Es dauerte ganze zehn Minuten, bis der Bundesliga-Aufsteiger wieder einen Treffer erzielen konnte. Max Emanuel konnte Klockmann mit einem Dreher überwinden (25.).Doch der VfL zeigte weiterhin eine bärenstarke Leistung, ließ Bietigheim nicht zur Entfaltung kommen. Akerman traf in Unterzahl zum 13:8 und die Halle kochte – Standing Ovations schon vor der Pause.

Und der Wahnsinn ging nach Wiederanpfiff direkt weiter. Klockmann und Waschul trafen ins leere Tor der in Unterzahl agierenden Bietigheimer. Wenig später besorgte Akerman die Acht-Tore-Führung – das 16:8 in der 34. Minute. Mit der Führung im Rücken vergaben die Schwartauer ihre Chancen nun etwas fahrlässig, gegen die sehr offensive Abwehr der Bietigheimer taten sich Akerman und Co. schwer. Torge Greve zog die Auszeit, um wieder Ruhe in das Spiel zu bekommen.

Frühe Vorentscheidung

Der VfL behielt die Kontrolle und die Führung – 13 Minuten vor dem Ende war der Acht-Tore-Abstand wieder hergestellt. Metzner feuerte den Ball zum 23:15 in die Maschen. Weil „Klocki“ seinen Kasten jetzt wieder vernagelte, aber auch SG-Keeper Müller einige Paraden zeigte, gab es fünf Minuten lang keinen Treffer zu sehen. Mit dem Treffer zum 24:15 besorgte Tim Claasen dann die Vorentscheidung (53.), wenig später stellte Claasen mit dem 26:16 sogar auf zehn Tore Vorsprung (55.). Als Marino Mallwitz, der in den letzten Minuten Spielpraxis sammeln durfte, auch noch einen Siebenmeter parierte, stand die Halle Kopf.

Am Ende siegte der VfL Lübeck-Schwartau deutlich mit 28:18 und festigte damit den dritten Tabellenplatz. „Wir haben schon vor dem Spiel gesagt, dass wir den dritten Platz verteidigen wollen. Dass wir jetzt den zweiten Aufsteiger besiegt haben, ist natürlich überragend“, so ein begeisterter Torge Greve.

 

 

 

2018-05-19T11:14:58+00:00 Freitag, 18. Mai 2018|