„Geiles Spiel“ – VfL schlägt den Meister

Wahnsinn! Der VfL Lübeck-Schwartau schlägt den frischgebackenen Zweitligameister mit 24:22. Eine starke Deckung, ein überragender Klockmann und eine treffsichere Offensive waren der Schlüssel zum Erfolg der Schwartauer. Nach dem Hinspielerfolg ist der VfL nun die einzige Mannschaft, die zweimal gegen den BHC gewinnen konnte. „Das war ein disziplinierter Auftritt, wir haben kaum Fehler gemacht. Die Mannschaft hat sich diesen Sieg richtig verdient“ sagte Trainer Torge Greve nach dem Spiel.

Nach überstandener Verletzungspause kehrte Toni Podpolinski in die Startformation der Lübecker zurück und auch Martin Waschul, der in Konstanz fehlte, nahm seine Position im Abwehrzentrum wieder ein. Im Tor begann wie gewohnt Dennis Klockmann, der direkt mit zwei Paraden in das Spiel startete. Akerman und Schult brachten den VfL mit 2:0 in Führung (4.).

Auch in der Folge war es immer wieder der Torhüter der Schwartauer, der sein Team mit seinen Paraden in Führung hielt. Podpolinski feuerte den Ball aus 10m zum 5:3 ins Netz (11). Im direkten Gegenzug war Podpolinski nach einer schnellen Mitte in der Abwehr gefordert, foulte Milan Kotrc und sah vom Schiedsrichter-Duo die Rote Karte.

Intensive Partie

Davon ließen sich die Lübecker zunächst nicht schocken, der Zwei-Tore-Vorsprung blieb bestehen. Fynn Ranke traf zum 7:5 (14.). Trotz Überzahl ließen die blauen Tiger nun beste Chancen liegen und leisteten sich einfache Fehler. Der BHC zeigte jetzt seine Klasse und nutzte diese Fehler eiskalt aus , Gunnarsson glich zum 7:7 aus (17.). Torge Greve nahm die erste Auszeit und sein Team konnte sich jetzt wieder absetzen. Metzner und der in der ersten Halbzeit überragende Akerman stellten die Zwei-Tore-Führung wieder her (10:8/23.).

Die knapp 2000 begeisterten Zuschauer in der Hansehalle sahen ein intensives, temporeiches Handballspiel. Der VfL baute den Vorsprung durch Akerman jetzt sogar auf 13:10 aus (28.). Auszeit Bergischer HC. Die Worte von Sebastian Hinze schienen gefruchtet zu haben, denn der Zweitligameister zeigte sich nun stark verbessert. Babak und Gunnarsson verkürzten auf 13:12. Mit einem Tor Vorsprung ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff hatten die Gäste das Momentum weiterhin auf ihrer Seite. Der VfL scheiterte jetzt mehrfach an BHC-Keeper Rutschmann. Die Gäste nutzten die Schwächephase der Schwartauer aus und gingen erstmals in Führung (15:14/34.). Wer dachte, dass der BHC jetzt davonziehen würde, wurde eines besseren belehrt. Der VfL spielte konzentriert weiter, glich durch Julian Lauenroth zum 17:17 (39.) aus. Kurz darauf besorgte Dennis Klockmann mit einem Wurf ins verwaiste Tor der Gäste die erneute Führung (18:17/40.).

Torhüter im Fokus

Es blieb eng, es blieb umkämpft. Trotz des frühzeitigen Gewinns der Meisterschaft gab der BHC keinen Zentimeter nach und wusste immer wieder durch gutes Tempospiel zu überzeugen. Nach Claasens Treffer zum 19:18 (42.) glich Szücs nach einer schnellen Mitte direkt wieder aus. Es folgten knapp fünf Minuten ohne Tor, auf beiden Seiten standen jetzt die Torhüter im Mittelpunkt. Klockmann und Rutschmann vernagelten ihren Kasten. Gunnarsson war schließlich wieder mit dem 20:19 für den BHC erfolgreich (47.).

Es ging in die Schlussphase und das Spiel war noch immer auf Messers Schneide. Beim Stand von 21:21 parierte Klockmann überragend und Metzner feuerte die Kugel im Gegenzug zur 22:21-Führung in die Maschen (55.). Stehende Ovationen in der Hansehölle! Auch knapp 90 Sekunden vor dem Ende war der VfL vorne, nach einem Trick-Spielzug traf Jan Schult von linksaußen zum 23:22 (59.). „Das haben wir schon öfter so gespielt und es klappt meistens ziemlich gut. Es war natürlich toll, dass dieser wichtige Ball reinging“, sagte Jan Schult.

Zurück auf Platz drei

56 Sekunden vor dem Ende zog BHC-Trainer Hinze die Auszeit, doch den folgenden Angriff vereitelte Klockmann. Jetzt war es Torge Greve, der seine letzte Auszeit nahm und sein Team auf den letzten Angriff vorbereitete. Der BHC deckte offensiv, Fynn Ranke wurde freigespielt und traf zum 24:22. Die Entscheidung. „Das ist natürlich ein tolles Gefühl, das war einfach ein geiles Spiel“, freute sich Jan Schult. „Dass wir den BHC als einzige Mannschaft in der Liga zweimal geschlagen haben, ist natürlich unglaublich, darauf können wir stolz sein“, so Fynn Ranke. Noch ein Grund zur Freude: Durch den Sieg springt der VfL wieder auf Platz drei.

 

 

 

2018-05-13T19:10:35+00:00 Sonntag, 13. Mai 2018|