VfL plant nächsten Coup

Spitzenspiel gegen die SG BBM Bietigheim

Die Freude war riesig, Spieler und Trainer des VfL Lübeck-Schwartau hüpften und sprangen durch die Halle. Der Sieg gegen den Zweitligameister war eine der besten Saisonleistungen der Schwartauer. „Es ist natürlich etwas ganz Besonderes, wenn man die Übermannschaft der Liga zum zweiten Mal in der Saison schlägt. Da darf dann auch mal gefeiert werden“, sagte Torge Greve.

Und dennoch stellte Jan Schult schon kurz nach dem Schlusspfiff fest: „Das war ein geiles Spiel, aber kaufen können wir uns davon nichts.“ Und Zeit für eine ausgelassene Feier blieb den Lübeckern ohnehin nicht. Schon am Montagabend bat Trainer Torge Greve zur nächsten Trainingseinheit, denn schon am Freitag steht das nächste Spitzenspiel an: Die SG BBM Bietigheim kommt in die Hansehalle. In der Tabelle sind die Bietigheimer dem VfL längst enteilt und haben am vergangenen Wochenende den Aufstieg in die Bundesliga bereits perfekt gemacht. Trotzdem ist es das Duell Dritter gegen Zweiter. Und den dritten Platz wollen die Lübecker nicht noch einmal aus den Händen geben. „Natürlich wollen wir den dritten Platz verteidigen und auch gegen Bietigheim wieder eine Topleistung abrufen, aber nur weil wir den BHC geschlagen haben, wird das sicherlich kein Selbstläufer“, betonte Greve. „Das wird ein ganz anderes Spiel, auf das wir uns wieder professionell vorbereiten müssen. Nur dann haben wir eine Chance.“

„Sensationelle Stimmung“

Bietigheim überzeugte in dieser Saison vor allem durch eine enorme Konstanz, holte aus 35 Spielen 27 Siege. „Das ist die zweite Übermannschaft der Liga, die auch hochverdient den Aufstieg geschafft hat. Dazu kann man nur gratulieren“, äußerte sich Greve. Besonders im Angriff präsentierte sich der Tabellenzweite in dieser Spielzeit bestens aufgelegt, mit 1071 Toren stellt Bietigheim die beste Offensive der Liga – noch vor dem BHC.

Obwohl die Süddeutschen von den Lübeckern nicht mehr eingeholt werden können, erwartet Torge Greve keine Gastgeschenke. „Die werden gegen uns noch einmal alles geben, genau wie der BHC es getan hat. Wir wollen dagegen halten. Ich sehe uns nicht als Favorit, aber natürlich wollen wir in unserer Halle gewinnen.“ Und dabei hofft der VfL-Coach auch wieder auf die Kulisse in der „Hansehölle“. „Das war schon eine sensationelle Stimmung am Sonntag, das hat uns in den kritischen Phasen enorm geholfen.“

Wie man der SG Paroli bieten kann, zeigte das Greve-Team schon im Hinspiel – allerdings nur über 45 Minuten. Nach einer starken Leistung gab der VfL das Spiel in der Schlussphase noch aus der Hand und verlor am Ende mit 31:28. Verzichten muss Greve am Freitagabend weiterhin auf Markus Hansen und Janik Schrader und auch Toni Podpolinski steht nicht zur Verfügung. Dem Rückraum-Routinier macht das Knie erneut zu schaffen. „Wir wollen da kein Risiko eingehen“, so Greve.

 

 

 

 

2018-05-16T20:06:54+00:00 Mittwoch, 16. Mai 2018|