VfL siegt am Bodensee

Am Ende wurde es deutlich: Mit 31:24 (13:12) fertigte der VfL Lübeck-Schwartau die HSG Konstanz ab. Dabei war es bis zur Pause eine Partie auf Augenhöhe. Gegen die abstiegsbedrohte HSG Konstanz zeigten die Lübecker im zweiten Durchgang wieder die nötige Treffsicherheit, die bei der Niederlage gegen Emsdetten noch spielentscheidend fehlte.

Nach der knapp 900 Kilometer langen Anreise brauchten die Schwartauer ein paar Minuten, um in die Partie zu finden. Erst nach Kaletschs Treffer zum 2:0 (5.) wachte das Greve-Team auf und drehte das Spiel schnell in eine 3:2-Führung (7.).

Bei fünf Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz stand der Tabellenachtzehnte unter Zugzwang, brauchte dringend einen Sieg. Und der Druck war der HSG durchaus anzumerken. Immer wieder sorgten technische Fehler und Fehlpässe für Gegenstöße des VfL, der diese Einladungen annahm. Pawel Genda sorgte mit dem 10:7 für die erste Drei-Tore-Führung (22.).

HSG-Trainer Daniel Eblen reagierte mit einer Auszeit und brachte sein Team wieder in die Spur. Die Konstanzer legten innerhalb von drei Minuten einen Vier-Tore-Lauf hin und drehten die Partie zum 11:10 (25.). Jetzt war auch die Halle zurück. Doch die blauen Tiger ließen sich nicht beeindrucken und waren bis zur Pause wieder vorne. Jan Schult besorgte den 13:12-Pausenstand.

Starke zweite Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng, vor allem weil Konstanz sich nun bei fast jedem Angriff einen Siebenmeter herausspielte. Viermal in Folge war Paul Kaletsch von der Linie erfolgreich und hielt sein Team im Spiel (18:17/39.).

Jetzt fand aber auch Klockmann im Tor immer besser ins Spiel, vereitelte einige Großchancen und legte den Grundstein für die eine höhere Führung. Die Lübecker legten mit Schult, Genda und Glabisch eine Vier-Tore-Serie hin und zogen auf 23:18 weg (46.). Jetzt riss auch Kaletschs Serie von der Siebenmeterlinie. Marino Mallwitz parierte und Metzner erhöhte auf 24:18 (48.). Die Vorentscheidung.

Die restliche Zeit spielte der VfL clever runter, ließ die HSG nicht mehr zurück in die Partie und zeigte offensiv seine ganze Klasse. Tim Claasen glänzte als Spielgestalter, Genda, Metzner und Lauenroth bauten den Vorsprung weiter aus. Als Klockmann zum 31:22 ins leere Tor der Konstanzer traf (58.), war das Spiel endgültig entschieden. Am Ende feierte der VfL Lübeck-Schwartau einen souveränen 31:24-Erfolg.

2018-05-05T09:45:21+00:00 Samstag, 5. Mai 2018|