Vorbericht zum Spiel in Eisenach – „Das wird ein hartes Stück Arbeit“

Am Montagmorgen war es soweit – Emil Lönne Greve erblickte das Licht der Welt, Torge Greve wurde zum zweiten Mal Vater. Schon am Dienstag war der 42-Jährige aber wieder beim Training, um die Mannschaft auf das bevorstehende Auswärtsspiel beim ThSV Eisenach vorzubereiten.

Nach dem deutlichen Sieg gegen Schlusslicht Saarlouis geht es für den VfL am Samstag zum Tabellen-Achtzehnten nach Eisenach. „Das ist eine Mannschaft, die vor der Saison das Ziel hatte, unter die ersten Sechs zu kommen. Dementsprechend wurde auch der Kader zusammengestellt“, so Greve.

Doch der ThSV steckt nun mitten im Abstiegskampf, der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt ganze vier Punkte. „Davon lassen wir uns nicht blenden. Das wird ein hartes Stück Arbeit gegen eine starke Mannschaft in einer tollen Halle. Dort ist immer richtig gute Stimmung“, weiß der VfL-Coach.

„Mit der gleichen Leidenschaft wie zuletzt“

Zuletzt kassierten die Eisenacher gegen Spitzenreiter BHC eine herbe 38:24-Niederlage. ThSV-Trainer Arne Kühr wollte das Ergebnis nicht überbewerten, bemängelte aber die Undiszipliniertheiten im Spiel seiner Mannschaft. „ Wenn wir unser System durch individuelle Komponenten ersetzen, führt das zu einer 14-Tore-Niederlage. Wenn einige ihre eigene Soße kochen, geht das in die Hose. Wenn 14 Individualisten ihre eigenen Ideen haben, auf die sich die Nebenleute nicht einstellen können, geht das schief.“

Zwar warten die Eisenacher in diesem Jahr noch auf einen Heimsieg, gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel war das Kühr-Team zuletzt aber stark: Ein Sieg in Rimpar, ein Unentschieden gegen Hamm und eine knappe Niederlage gegen Balingen. „Das zeigt, welche Klasse die in der Mannschaft haben. Wichtig wird sein, dass wir dort mit der gleichen Leidenschaft spielen wie zuletzt in Hamm und gegen Saarlouis“, so Greve.

„Wir fahren dort hin, um zu gewinnen“

Vor der Partie gegen den VfL plagen die Eisenacher personelle Sorgen, gleich neun Spieler fehlten unter der Woche im Training. „Das interessiert mich nicht. Wir gucken ohnehin nur auf unser Spiel. Wir werden uns gut vorbereiten und wollen dort ein gutes Spiel abliefern.“

Während es für Eisenach um wichtige Punkte für den Klassenerhalt geht, wollen die Lübecker oben dran bleiben und den gerade zurückeroberten Platz drei festigen. „Klar, wir fahren dort hin, um zu gewinnen. Aber das wird ein schwieriges Spiel.“

Mit Waschul, ohne Hansen

Die 430 Kilometer weite Auswärtsfahrt wird auch Martin Waschul, der gegen Saarlouis aufgrund von Problemen an der Schulter geschont wurde, antreten. Nachdem der Kapitän dann auch noch mit einer Grippe zu kämpfen hatte, konnte er das Training am Donnerstag schließlich wieder aufnehmen. Markus Hansen, der nach langwierigen Patellasehnenproblemen gerade erst sein Comeback feierte, muss erneut pausieren. Das Knie schmerzt wieder. In den kommenden drei Wochen wird Hansen im BG-Klinikum Hamburg-Boberg stationär behandelt, will aber so oft wie möglich bei seinen Teamkameraden in Lübeck sein.

Trainer Greve wird nach der Geburt seines Sohnes natürlich wieder dabei sein. Ganz beruhigt, ohne einen Anruf aus dem Krankenhaus befürchten zu müssen.

2018-03-22T21:33:15+00:00 Donnerstag, 22. März 2018|